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Die Luftdichtheitsmessung

Mit computergesteuerter Gerätetechnik führe ich für Sie die Luftdichtheitsprüfung nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 und der DIN EN 13829 durch.

Ich messe für Sie zuverlässig und unabhängig die Luftdichtheit von Gebäuden, stelle Leckagen schon während der Bauphase fest und dokumentiere nach Baufertigstellung die Qualität aller Maßnahmen zur Abdichtung der Gebäudehülle.

Warum luftdicht?

Durch eine undichte Gebäudehülle kommt es zum Wärmeaustausch zwischen beheizten und unbeheizten Gebäudeteilen. Die warme Luft kondensiert im kalten Gebäudeteil und bildet dadurch Feuchtigkeit, welche als Nährboden für Schimmelpilze fungiert.

Durch die undichten Stellen entweicht natürlich auch die Wärme und führt somit zu erhöhten Energiekosten.

Der Schallschutz wird durch eine luftdichte Gebäudehülle verbessert und die Möglichkeit des Eintrags von Schadstoffen wird vermindert.

Durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle kann es zu Zuglufterscheinungen kommen. Diese führen zum einen zu einer erheblichen Einschränkung des Wohnkomforts und begünstigen im Brandfall die Ausdehnung eines Feuers.

Gestzliche Bestimmungen

Die Energieeinsparverordnung 2014 besagt in Anlage 4 folgendes (Zitat):

2. Nachweis der Dichtheit des gesamten Gebäudes

Wird bei Anwendung des§ 6 Absatz 1 Satz 2 eine Überprüfung der Anforderungen nach§ 6 Absatz 1 Satz 1 durchgeführt, darf der nach DIN EN 13829: 2001-02 mit dem dort beschriebenen Verfahren B bei einer Druckdifferenz zwischen innen und außen von 50 Pa gemessene Volumenstrom bezogen auf das beheizte oder gekühlte Luftvolumen folgende Werte nicht überschreiten:

  • bei Gebäuden ohne raumlufttechnische Anlagen 3,0 h-1 und

  • bei Gebäuden mit raumlufttechnischen Anlagen 1,5 h-1.

Abweichend von Satz 1 darf bei Wohngebäuden, deren Jahres-Primärenergiebedarf nach Anlage 1 Nummer 2.1.1 berechnet wird und deren Luftvolumen 1 500 m³ übersteigt, sowie bei Nichtwohngebäuden, deren Luftvolumen aller konditionierten Zonen nach DIN V 18599-1: 2011-12 insgesamt 1 500 m³ übersteigt, der nach DIN EN 13829: 2001-02 mit dem dort beschriebenen Verfahren B bei einer Druckdifferenz zwischen innen und außen von 50 Pa gemessene Volumenstrom bezogen auf die Hüllfläche des Gebäudes folgende Werte nicht überschreiten:

·         bei Gebäuden ohne raumlufttechnische Anlagen 4,5 m∙h-1 und

·         bei Gebäuden mit raumlufttechnischen Anlagen 2,5 m∙h-1.

Die gesamte EnEV kann hier eingesehen werden.

Die DIN 4108-7, "Luftdichtheit von Bauteilen und Anschlüssen Planungs- und Ausführungsempfehlungen sowie -beispielen" weist hier auf die gleichen Werte hin und kann beim Beuth-Verlag bezogen werden.

Die Messung

Die DIN EN 13829 beschreibt zwei Messverfahren, für die jeweils verschiedene Vorbereitungen zu treffen sind:

Bei dem Verfahren A (Prüfung des Gebäudes im Nutzungszustand) befindet sich das Gebäude im Zustand in dem Heizungs- und Lüftungsanlagen genutzt werden.

Bei dem Verfahren B (Prüfung der Gebäudehülle) wird die Messung nach Fertigstellung der luftdichten Ebene durchgeführt, wobei einstellbare und absichtlich vorhandene Öffnungen in der Gebäudehülle abzudichten sind.

Im Anschluss an die Messung wird eine Leckageortung durchgeführt. Die festgestellten Leckagen werden dokumentiert und soweit möglich, werden Vorschläge zur Nachbesserung gegeben.
Die ermittelten Werte werden vor Ort noch bekannt gegeben. Ein ausführliches Messprotokoll sowie ggf. ein Zertifikat über die Luftdichtheit des Gebäudes werden im Nachhinein erstellt und dem Auftraggeber zugestellt.

 


Zur Feststellung der eindringenden Luftströme reicht meistens die Handfläche aus, zum Einsatz kommt hier aber auch ein Anemometer, mit welchem man die Strömungsgeschwindigkeit der eindringenden Luft ermitteln kann.

In Verbindung mit einer thermografischen Messung lässt sich die einströmende Kaltluft bei Bedarf auch bildlich dokumentieren.
In Ausnahmefällen kann zur Visualisierung der Undichtheiten auch ein Nebelgenerator eingesetzt werden. Dieser versetzt den zu untersuchenden Gebäudeteil mit einem gesundheitsunbedenklichen Disconebel, welcher dann durch den vom Messgerät erzeugten Überdruck durch die undichten Stellen in der Gebäudehülle entweicht.